Die Metropolregion Mitteldeutschland

07

Aug

Die Metropolregion Mitteldeutschland

Die Region Sachsendreieck, oder auch Metropolregion Mitteldeutschland genannt, umspannt den Raum rund um die Städte Leipzig und Halle, sowie die umliegenden Städte, die in ihren jeweiligen Kreisen als Oberzentren gelten. Hier gibt es Wissenswertes in „eigener Sache“, wie das Sachsendreieck entstand, wie es organisiert ist, welche Ziele wir verfolgen und welche Projekte wir angehen. Hier erklären wir auch, was hinter der „variablen Geometrie“ steckt. Metropolregionen findet man mittlerweile überall in Deutschland. Ist das nur eine „Modeerscheinung“ oder steckt mehr dahinter? Hier finden Sie in Kürze nähere Infos dazu, was eine Stadtregion zur „Metropolregion“ werden lässt.

Leipzig

Neues Rathaus Leipzig

In der Metropolregion Sachsendreieck leben im Kerngebiet (Raum Halle-Leipzig – Chemnitz-Zwickau – Dresden) ca. 3,8 Millionen Einwohner. Werden die Partnerstädte in Sachsen-Anhalt (Magdeburg, Dessau-Roßlau) und in Thüringen (Impulsregion Erfurt-Weimar-Jena sowie Gera) mit betrachtet, steigt die Einwohnerzahl der Metropol-
region auf ca. 4,7 Millionen. Durch Kooperationen und Initativen, die sich nicht allein auf die Städte konzentrieren, wird das Umland der Partnerstädte in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit einbezogen. Insgesamt werden ca. 7 Millionen Einwohner von dieser Zusammenarbeit in der Metropolregion direkt oder indirekt berührt.

Halle

Marktplatz Halle

Über 800.000 Einwohner verteilen sich auf den Ballungsraum Halle-Leipzig, wobei schon in Leipzig ca. 510.000 Menschen leben. Mit den Städten Dresden (ca. 505.000 EW), Chemnitz (ca. 245.000 EW), Zwickau (ca. 96.000 EW) und den dazwischenliegenden Räumen wird der Kernraum der Metropolregion gebildet. Mit den im Rahmen der „variablen Geometrie“ zur der Metropolregion gehörenden Städte lassen sich weitere Bevölkerungsschwerpunkte identifizieren. So leben in den sachsen-anhaltinischen Städten Magdeburg ca. 230.000 und Dessau-Roßlau ca. 90.000 Einwohner. Die thüringische ImPuls-Region setzt sich aus den Städten Erfurt mit ca. 203.000 Einwohnern, Weimar mit ca. 65.000 Einwohnern, Jena mit ca. 103.000 Einwohner und dem Landkreis Weimarer Land mit ca. 87.000 Einwohnern zusammen. In der Stadt Gera leben ca. 102.000 Einwohner.

Die Bevölkerungszahl in der Metropolregion ist leicht sinkend. Dabei muss aber differenziert werden. Im Vergleich der Jahre 2000 und 2006 lässt sich feststellen, dass sich die Einwohnerzahl in den Kern- und Partnerstädten zusammen nur geringfügig verringert hat. Im Detail können die Städte Dresden und Leipzig im Kernraum seit 2000 eine deutlich wachsende Zahl an Einwohnern vorweisen. Die Partnerstadt Magdeburg verzeichnete in den letzten Jahren auch einen Bevölkerungszuwachs, das Niveau von 2000 wurde aber noch nicht wieder erreicht. Erfurt, Weimar und Jena konnten ihre Einwohnerzahlen im Vergleich zum Jahr 2000 in den Jahren bis 2005 erhöhen, 2006 sanken sie jedoch wieder leicht. Chemnitz, Dessau-Roßlau, Gera und Zwickau verlieren seit dem Jahr 2000 Einwohner.

Bevölkerungsentwicklung in Kern- und Partnerstädten 2000 bis 2006

Der Großteil des Rückgangs der Bevölkerung in der Metropolregion ergibt sich aus den ländlich geprägten Gegenden. Der Bevölkerungsverlust ist hier im Vergleich zu den Städten deutlich höher. Der Trend bezüglich der Bevölkerungsentwicklung in der gesamten Metropolregion ist durch eine Abnahme der Einwohnerzahl gekennzeich-
net.

Erfurt

Erfurter Dom

Gemeinsam mit Halle, sind Dresden und Leipzig die am dichtesten besiedelten Gebiete in der Region. Hier leben zwischen 1.500 und 1.750 Einwohner pro Quadratkilometer. In der Stadt Chemnitz leben immerhin noch über 1.100 Einwohner pro Quadratkilometer, ähnlich der Stadt Magdeburg. In Erfurt, Gera, Jena, Weimar sowie in Zwickau liegt die Anzahl der Einwohner zwischen 675 und 950 pro Quadratkilometer. Dazwischen gibt es Räume, in denen die Einwohnerdichte deutlich geringer ist und z.T. auf unter 100 Menschen pro Quadratkilometer gesunken ist. Diese Regionen sind jedoch aufgrund ihrer Flächengröße und landschaftskulturellen Ausstattung nicht unbedeutend für die Metropolregion. Sie sind in der Regel stark ländlich geprägt und bieten ausgedehnte Heide-, Seen-, Hügel- und Berglandschaften, die wiederum Bedeutung für die Vielfalt und Le-
bensqualität in der Metropolregion besitzen.

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